Aktuelles

Hier erfahren Sie Einiges über unsere Projektaktivitäten, Veranstaltungen, Fachartikel und Forschungsergebnisse.

März 2020

Unterbrechung der praktischen FuE-Arbeiten wegen Corona-Pandemie

Die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie beeinflussen massiv den Projektfortschritt im REPLAWA-Verbundprojekt. Die TU Berlin und die TU Braunschweig wurden in der 12. KW vorübergehend geschlossen. Daher musste die laufende Kalibrierung der TED-GC/MS für die Mikroplastik-Analyse unterbrochen werden. Die Untersuchungen auf der Versuchskläranlage und an den Filtrationsstufen in Braunschweig wurden am 19.03.2020 eingestellt. Geplante Probenahmen auf Kläranlagen und an der Lippe wurden abgesagt.

Die sukzessive Wiederaufnahme der praktischen FuE-Arbeiten zur Methodenentwicklung sowie für Probenahmen, Probenaufbereitung und Mikroplastik-Analysen erfolgte ab Mai/Juni 2020.

Aktuelle Termine

Vortrag zu Probenahme und Analyse von Mikro­plastik in der Siedlungswas­serwirtschaft

08.09.2020,
IFAT 2020
– abgesagt –

Auf dem Innovationsforum Wasserwirtschaft berichtet Philipp Lau von der TU Berlin über aktuelle Ergebnisse zur Probenahme und Analyse von Mikroplastik in der Siedlungswasserwirtschaft.

DWA-Seminar "Mikroplastik im Abwasser - ein Problem?"

01.10.2020,
Kassel

Das Seminar gibt einen fachlichen Überblick über den Sachstand und aktuell diskutierte Lösungsansätze zu Mikroplastik im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft.

Viele weitere Veranstaltungen und Termine zum Thema „Mikroplastik“ finden Sie auch auf den Seiten des übergeordneten BMBF-Förderschwerpunkts „Plastik in der Umwelt“.

Dezember 2019

Fachartikel zur Analyse von Normen und ihrem Einfluss auf die Kunststoff-Governance

Die aktuelle Plastik-Problematik hat weltweit vielfältige Formen der Governance von Kunststoffen hervorgebracht. Fallstudien über Plastiktüten und Microbeads zeigen, dass unterschiedliche regulatorischen Maßnahmen zu einer effektiven Governance führen können, aber diese Erkenntnisse lassen sich nicht auf Kunststoffe als Ganzes übertragen. Auf der Grundlage des theoretischen Rahmens der Normforschung werden die Eigenschaften von „Anti-Plastik-Normen“ und deren Wirkungsweise untersucht. Die Ergebnisse deuten auf „de-zentrierte Normdynamiken“ hin, die sich um sehr unterschiedliche Problematisierungen, Werte und Verhaltensweisen herum entwickeln und kaum zu einer kohärenten oder komplementären Kunststoff-Governance führen dürften.

B. Loges und A. P. Jakobi (2019): Not more than the sum of its parts: de-centered norm dynamics and the governance of plastics. In: Environmental Politics

November 2019

Umfangreiches Arbeitspapier zur „Transnational Governance of Plastics“

Aus der internationalen sozialwissenschaftlichen Analyse im Rahmen des REPLAWA-Projektes ist ein Arbeitspapier über Akteure, Strukturen und Prozesse im Zusammenhang mit der weltweiten Governance von Plastikprodukten entstanden.

Das Papier stellt die Komplexität der Probleme im Zusammenhang mit Kunststoff und seiner transnationalen Governance heraus, beschreibt die diversen Akteursgruppen mit ihren unterschiedlichen, teilweise gegensätzlichen Interessen und Standpunkten. Die Kontexte aktueller Governance-Bemühungen, Kooperationen und Konflikte werden dargelegt.

A. P. Jakobi, B. Loges und D. Päthe (2019): The Transnational Governance of Plastics

November 2019

Fachartikel zu Rückhalt von Mikroplastik in Kläranlagen

Kläranlagen sind in der Lage, große Teile des Mikroplastiks im Abwasser zurückzuhalten. Zu diesem Thema laufen derzeit zahlreiche Untersuchungen. Der Artikel gibt einen schnellen Überblick über die Herausforderungen, bisherige Erkenntnisse und offene Fragen.

T. Fuhrmann (2019): Rückhalt von Mikroplastik in Kläranlagen. In: wwt Modernisierungsreport 2019/2020, S. 58-62, Nov. 2019

August 2019

Projekttreffen in Braunschweig

Im Rahmen eines Projekttreffens wurde auch das Versuchsfeld zum Rückhalt von Mikroplastik auf dem Klärwerk Steinhof besichtigt. Hier werden von der TU Braunschweig seit Ende 2018 eine Versuchskläranlage (Zulauf ca. 10 m³/h) und vier halbtechnische Filtrationsanlagen (dynam. Sandfilter, Mikrosieb, Tuchfilter und Membranfilter) betrieben. Die Mikroplastik-Untersuchungen erfolgen über die Dotierung von fluoreszierenden PE-Partikeln und Probenahmen mittels modifizierter RoSi-Probenehmer.

Juli 2019

Mikroplastikdotierung und Fluoreszenz-Mikroskopie an der TU Braunschweig

Die Bestimmung der Mikroplastik-Stoffströme in Abwasser- und Schlammwegen der Versuchskläranlage sowie den halbtechnischen Filtrationsanlagen in Braunschweig erfolgt u. a. über die Dotierung mit fluoreszierenden PE-Partikel mit Partikelzählung über Fluoreszenzmikroskopie. Die entsprechende Methodik wurde von der TU Braunschweig entwickelt und angepasst. Die Dotierung wurde im Juli 2019 gestartet.

Juni 2019

Info-Station zu Mikroplastik bei „Plastik-Tour de Ruhr“

Über die Einträge von Mikroplastik in Kläranlagen und aktuelle Forschungen zur Bestimmung der Mikroplastikpartikel im Abwasser berichteten Vertreter von Emscher Wassertechnik GmbH, Lippeverband und TU Berlin am 14.06.2019 auf der Kläranlage Emscher-Mündung in Dinslaken. Das Technikum der Kläranlage war eine Station auf der Fahrradtour „Plastik-Tour de Ruhr“, die vom BMBF-Projekt PlastikBudget veranstaltet wurde.

Statuskonferenz 2019

Statuskonferenz "Plastik in der Umwelt

Auf der Statuskonferenz des BMBF-Forschungsschwerpunkts „Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze“ am 9. – 10. April 2019 in Berlin wurden erste Ergebnisse aus den 20 Verbundprojekten des Forschungsschwerpunkts präsentiert. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren der Verbundprojekte stellten ihre Projekte vor und erläuterten erste Erkenntnisse und die Herausforderungen in ihren Vorhaben. 

März 2019

Aufbau der TED-GC/MS zur Mikroplastik-Analyse an der TU Berlin

An der TU Berlin ist die Apparatur zur Mikroplastik-Analyse aufgebaut worden. Die TED-GC/MS (Thermoextraktion/-desorption – Gaschromatographie/ Massenspektrometrie) ist eine Gerätekombination aus TGA (Thermogravimetrische Analyse) mit GC/MS. Mit der Anlage ist eine Bestimmung der Mikroplastikmasse sowie die Detektion von sechs verschiedenen Kunststoffarten möglich. Bevor die Analyse von Umweltproben starten kann, stehen zunächst noch umfangreiche Einarbeitungen und Kalibrierungen an.

Februar 2019

Versuchskläranlage mit vier Filtrationsanlagen in Betrieb

Im Februar 2019 wurde die letzte der halbtechnischen Filtrationsanlagen auf dem Klärwerk Steinhof in Braunschweig in Betrieb genommen. Damit sind ein dynamischer Sandfilter, ein Mikrosieb, ein Tuchfilter sowie eine Membrananlage der Projektpartner Nordic Water GmbH, Mecana Umwelttechnik GmbH und Martin Systems GmbH im Einsatz. In wechselndem Parallelbetrieb werden von der TU Braunschweig Untersuchungen zum Feststoff- und Mikroplastikrückhalt durchgeführt, mit Unterstützung durch den Kläranlagenbetreiber Stadtentwässerung Braunschweig GmbH.

Februar 2019

TU Berlin stellt Probenahme-Apparatur „RoSi“ vor

Beim Projektreffen in Braunschweig am 15.02.2019 wird der von der TU Berlin weiterentwickelte Probenahmeapparatur „RoSi“ mit rotierenden Filtersieben (500 und 10 μm) vorgestellt. Die Anlage wurde gezielt kostengünstig auf Basis handelsüblicher Betonmischer erstellt, um sie für Probenahmen innerhalb des REPLAWA-Projekts mehrfach reproduzieren zu können. Es ist die Erstellung von 6 – 7 solcher Apparaturen geplant.

Oktober 2018

Test eines Prototyps der Probenahme-Apparatur mit rotierendem Sieb

Die TU Berlin testet u. a. auf der Kläranlage Steinhof in Braunschweig den Prototyp einer Apparatur zur Probenahme von Abwasserproben für Mikroplastik-Untersuchungen. Hierbei wird erfolgt die Feststoffabtrennung über ein rotierendes 10-µm-Analysesieb mit kontinuierlicher Rückspülung. Der teilautomatisierte Aufbau ermöglicht 24-h-Probenahmen im Feld.